Aktuell 09-2011 / zum Archiv (ältere Meldungen)


Liebe Leser,

Bald geht es ins Wasser...das AZAB, eine Regatta von England auf die Azoren und zurück, liegt hinter mir. Das Ergebnis des Rennens ist erfreulich. Nicht zuletzt, weil mein altes Schlachtschiff von den Azoren nach England mit einem Schnitt von rund 170 Seemeilen pro Tag gesegelt ist und wir, also mein Co-Skipper Wolfgang und ich, auch ein paar aktuelle Konstruktionen abhängen konnten.
Der Segelsommer hat bislang 3600 Seemeilen zusätzlich auf die Logge gebracht (bei 19,4 Motorstunden) und ein paar Meilen sind noch geplant.
Das Boot liegt derzeit in Frankreich und wartet auf den nächsten Einsatz, der diesen Sommer noch einmal nach England führen soll. Wenn etwas passiert, dann kann man es hier nachlesen: 
blog.seefieber.de.

In diesem Sinne

Aktuell 05-2011 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Liebe Leser,

Bald geht es ins Wasser...FANFAN! ist (fast) aus dem Winterschlaf erwacht. Dieses Jahr soll es bis zu den Azoren gehen. Die letzten Monate über habe ich diese Fahrt, die unter Regattabedingungen stattfinden soll, vorbereitet.
Dabei ist es immer wieder erstaunlich, wie viel Zeit und Geld selbst ein vergleichsweise bescheidener Törn schon im Vorfeld verschlingt.
Interessant auch der alljährliche Selbstbetrug, bei dem man sich einredet, dass das Boot nun endlich fertig, komplett und perfekt sei und man in Zukunft kaum noch Geld ausgeben müsse.
Beim OSTAR 2009 habe ich dank des Satellitentelefons direkt von Bord berichten können. Damals lief dies über eine Funktion meines Providers Strato, die äußerst umständlich zu handhaben war.
Dieses Jahr versuche ich es mit dem Anbieter Posterous, der es einem ermöglicht, einen Blog sehr komfortabel über Emails zu beschicken. Mehr zu lesen gibt es diesen Sommer deswegen unter
blog.seefieber.de - zumindest solange die Technik mitmacht.

In diesem Sinne

Aktuell 10-2010 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Liebe Leser,

Hier klicken für ein großes Bildim November diesen Jahres feiert mein Boot seinen 25 . Geburtstag (hier ein paar Bilder von früher). Von diesen 25 Jahren war es 13 in meinem Besitz. In dieser Zeit habe ich u.a. zwei Jahre in Greifswald an Bord gewohnt, bin einmal einhand um die Welt gesegelt und habe weitere viermal alleine den Nordatlantik überquert. Solche Erlebnisse schaffen Verbundenheit und ich kann mir nicht (oder nur selten…) vorstellen, mich von FANFAN! zu trennen. Nicht zuletzt deswegen, weil ich mir kaum ein besseres Boot in dieser Größenklasse vorstellen kann. Natürlich gibt es schnellere, schönere oder komfortablere 40 Fuß Yachten. Aber eine Yacht, die in Summe besser ist?
Selbst heute würde ich FANFAN
! noch als eine moderne Konstruktion bezeichnen. Blickt man nämlich 25 Jahre zurück, muss man feststellen, dass sich im Yachtbau nicht wirklich viel getan hat. Bis auf zwei Punkte, könnte diese Yacht auch heute noch so gebaut werden, ohne als veraltet zu gelten.
Zum einen ist die technische Entwicklung über das alte Kieldesign hinweg gegangen, und zum anderen haben heutige Yachten mehr Fläche im Großsegel. Beide Punkte habe ich im Rahmen des Refits im Jahr 2006 geändert, indem FANFAN
! einen neuen Kiel und einen längeren Großbaum bekommen hat.
Wenn die Fachpresse bei aktuellen Konstruktionen das Vorhandensein von Chines, also Knicken im Heckbereich des Rumpfes, als modern bejubelt, dann war FANFAN
! ihrer Zeit weit voraus. Jedenfalls hielt der Konstrukteur Dick Zaal Chines schon 1985 für eine gute Idee.
Viel wichtiger als die technische Seite: Dieses Boot ist mehr als ein Gegenstand für mich. Es war mein Zuhause, ein Sportgerät, ein Traumerfüllungsmaschine, eine Ferienwohnung und ein Bastelobjekt. Und vor allem ein mentaler Fluchtpunkt, der mir das Gefühl gegeben hat, jederzeit die Segel setzen und aufbrechen zu können. Wenn ich wollte, könnte ich binnen einer Woche zu einer neuen Weltumsegelung starten. Alleine dieses Gefühl ist unbezahlbar.

In diesem Sinne

Aktuell 08-2010 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Liebe Leser,

Hier groß klickender Segelsommer ist schon fast vorbei – Zeit für einen kurzen Zwischenbericht. Den Winter über habe ich das Boot als Ergebnis meiner Erfahrungen beim OSTAR mit kompetenter Hilfe aufgerüstet. Ein ordentlicher elektrischer Autopilot mit Gyrosensor ersetzt nun meinen schwächlichen Pinnenpiloten (die Aries ist auf den Dachboden gewandert). Der erhöhte Stromverbrauch des Systems wird von einem Windgenerator von Superwind ausgeglichen. Zudem sorgt ein neuer Satz Segel vor allem im Groß für ein paar Quadratmeter mehr Fläche. Zusätzlich wurden die Ruderlager gewechselt und der Dieseltank musste auch gereinigt werden.
Dieses Jahr habe ich an zwei Regatten mit insgesamt fünf Wettfahrten über zusammen ca. 200sm teilgenommen (
Video hier). Die Ergebnisse mit meinem 25 Jahre alten Panzerkreuzer waren erfreulich. Sobald es mit mehr als 4 Beaufort weht und der Wind nicht gerade von vorne kommt, kann FANFAN! mit modernen GfK Konstruktionen gut mithalten. So war es z.B. ein äußerst erfreulicher Anblick, als wir nach einem Schwachwindstart bei auffrischendem Wind unter Spi gleich drei 40 Fuß Yachten von Hanseyachts hinter uns lassen konnten. Auch eine X- 38 konnten wir bei halbem Wind auf einer Strecke von gut 60 Meilen abhängen. Nur eben bei Schwachwind (u.a. von einer X 79 überholt) und an der Kreuz (von allem Möglichen, was unter „Cruiser-Racer“ läuft, geschlagen) blieben die Erfolgserlebnisse aus.
Besonders gefreut hat mich eine Begegnung in Polen, wo ich die
Yacht Mazurek der ersten Einhandweltumseglerin getroffen habe.
Auch dank der neuen Segel ist FANFAN
! schneller denn je. So habe ich zwischen Kap Arkona und Fehmarn über 6,5 Stunden eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 9.4 Knoten mit dem GPS Tracker ermittelt. Von meinem persönlichen Segelrekord bin ich dabei aber noch weit entfernt geblieben. Den habe ich auf der Kieler Woche als Gast auf der Rekordyacht l'Hydroptère aufgestellt. Dort bin ich mit 33 Knoten unterwegs gewesen (nachzulesen im Magazin Segeln 8/2010). Schneller werde ich in meinem Leben unter Segeln wohl nicht mehr unterwegs sein.

In diesem Sinne

Aktuell 06-2010 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Liebe Leser,

gerade komme ich aus Kiel zurück, wo ich als Crewmitglied einer IMX 40 am Pantaenius Rund Skagen Rennen teilgenommen habe. Am Start des als „Deutschlands härteste Hochseeregatta“ beworbenen Rennens, das von Helgoland nach Kiel führt, waren 55 Yachten. Davon haben nur 30 das Ziel erreicht. Starkwind aus nordwestlichen Richtungen mit bis zu 30 Knoten war für viele Crews und Yachten zu viel. Eine Yacht hatte gar einen massiven Wassereinbruch, weswegen sich die Crew von einem Helikopter abbergen ließ (Video hier). Kaum ein Boot blieb von Ausfällen durch Seekrankheit verschont und auch bei uns an Bord lagen zeitweilig 4½ von 7 Leuten flach.
Für mich waren es lehrreiche 497 Meilen (warum das Rennen offiziell über 510sm geht, habe ich nicht heraus bekommen). Unsere Yacht, ein 40 Fuß Racer von X-Yachts mit Kohlefaser-Rigg, ist nach
berechneter Zeit auf den 5. Platz gekommen, wobei uns nur etwas mehr als eine Stunde vom zweiten Platz getrennt hat. Es war ein spannendes Rennen, an dem ich gerne noch einmal teilnehmen würde.
Mit meinem eigenen Boot wäre ich mit Sicherheit nicht so schnell (Schnitt 6,71 Kn) angekommen. Dafür wäre es dort an und unter Deck weit trockener zugegangen. Bis auf die Segeleigenschaften konnte ich unter Langfahrt- oder gar Einhandgesichtspunkten wenig Überzeugendes an unserer Regattayacht finden (aber dafür ist diese Yacht ja auch ausdrücklich nicht gebaut). Würde mir der Eigner einer IMX 40 einen Bootstausch anbieten, würde ich jedenfalls dankend ablehnen...

In diesem Sinne

Aktuell 09-2009 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Liebe Leser,

Klicken für ein großes Bildmein Segelsommer ist nach gut 8.000 Meilen fast zu Ende. Die meisten Meilen habe ich dabei bei der Transatlantikregatta OSTAR zurück gelegt (mehr unter www.einhandsegeln.de). Dieses Rennen verlief mit einer Zeit von etwas unter 22 Tagen für mich recht erfreulich.
Es war eine tolle Erfahrung, aber wirklich schön war es nicht. Dafür waren Hin- und Rückweg zu anstrengend und das Wetter zu schlecht.
Der offizielle Regattamaler Richard Allman hat auch FANFAN
! verewigt (siehe oben), was mich sehr gefreut hat.
Die letzten schönen Tage will ich noch nutzen, um auf dem Greifswalder Bodden ein paar Meilen zu segeln, bevor es dann Anfang Oktober aus dem Wasser geht. Und nächstes Jahr? Bislang gibt es keine nennenswerten Segelpläne. Aber der Winter ist ja lang genug, um diesbezüglich noch auf dumme Gedanken zu kommen.
Das Thema Regattasegeln ist nach wie vor aktuell. Allerdings haben meine Ambitionen in diese Richtung einen Dämpfer bekommen, als ich mir ein Angebot für einen neuen Satz Segel habe machen lassen. Ein Stück Land dürfte in vielen Gegenden Deutschlands pro Quadratmeter billiger sein. Aber was kann man mit 85m
2 Land schon anfangen?

In diesem Sinne

Aktuell 05-2009 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Liebe Leser,

ich befinde mich gerade mit FANFAN ! in Plymouth an der Südküste Englands. Morgen ist der Start zum OSTAR Einhand-Transatlantikrennen, zu dem ich gemeldet bin. Das Rennen geht über rund 3.000 Seemeilen an die Ostküste der USA. Wenn alles gut geht, und ich im August wieder in Deutschland bin, werden insgesamt 8.000 Meilen mehr auf der Logge stehen. Viele Meilen, die sicher nicht so planmäßig verlaufen werden, wie ich mir dies erhoffe.
Für diese Regatta habe ich eine eigene Website eingerichtet. Die Veranstalter haben vorgeschrieben, dass jeder Teilnehmer ein Satellitentelefon mitführen muss. So habe ich erstmals bei einer Reise die Möglichkeit jederzeit Kontakt mit der Heimat aufzunehmen. Wenn die Technik mitspielt, werde ich auf der Seite
www.einhandsegeln.de über meine Erlebnisse direkt von Bord berichten.

In diesem Sinne

Aktuell 11-2008 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

vergrößern...die Segelsaison ist für mich zu Ende. Bis auf einen Einhand-Abstecher in die Nähe von Gotland verlief mein Segelsommer wie der tausender anderer Ostseesegler auch. Vielleicht noch mit der Ausnahme, dass ich einen Gewittersturm mit über 60 Knoten Wind östlich von Rügen erlebt habe.
Nach Durchzug des Unwetters
trieb ein gekenterter Strandkatamaran ohne Crew an uns vorbei, was zu einer Suchaktion von zwei Rettungskreuzern und zwei Hubschraubern (und natürlich von uns) nach der über Bord gegangenen Besatzung führte. Wie sich hinterher herausstellte, konnte sich die Crew schwimmend an Land retten.
Erstmalig habe ich mit FANFAN
! an einer Regatta teilgenommen. Da ich in Sachen Regattasegeln die personifizierte Ahnungslosigkeit bin, habe ich jemanden mitgenommen, der sich damit auskennt (und zwar ziemlich gut). So konnte ich einiges lernen. Zum Beispiel, dass 123m2 Segelfläche bei 20 Knoten Wind bei einem Halbwindkurs nicht zu viel für mein Boot sind. Oder, dass FANFAN! auch recht flott werden kann. Oder, dass es sich manchmal lohnt zu akrobatischen Einlagen zu greifen, wenn es der Segeltrimm erfordert. Oder, dass mein 20 Jahre alter Blister nicht alles verzeiht. Nächstes Jahr habe ich vor ein paar Meilen mehr zu segeln. Wenn alles gut geht, werde ich hier davon berichten.

Aktuell 12-2006 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Ach, wie sie glänzt... hier groß klicken...in einer Reihe von Zuschriften bin ich gefragt worden, ob bzw. mit welchen Firmen ich in Zusammenhang mit dem Refit von FANFAN ! zufrieden war. Nun, Zufriedenheit ist die Differenz zwischen dem, was man erwartet und dem, was man bekommen hat. Legt man die Latte nur tief genug, ist Zufriedenheit demnach recht schnell zu erreichen. Unter diesen Vorzeichen bin ich mit dem Refit bzw. seinem Ergebnis ganz zufrieden. Hätte ich aber erwartet, dass alle Arbeiten pünktlich und sorgfältig durchgeführt werden und dass Mängel auch nachdem die Rechnung bezahlt wurde, anstandslos beseitigt werden, hätte ich vor Ärger sicher Magengeschwüre bekommen.
 
Positiv herausheben möchte ich die Firma Lexatronik von Herrn Seifert, der nicht nur alle Zusagen eingehalten hat, sondern dessen Einbauten auch auf Anhieb funktionierten. Am anderen Ende der Zufriedenheitsskala steht die Firma John Mast in Form ihres Deutschlandvertreters Herrn Rudolf Theiling. Leider wird sich ein Gericht um diesen Fall kümmern müssen.

Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld manche Firmen für Werbung und Messebesuche ausgeben, um dann die teuer gewonnen Kunden durch mangelhafte Arbeit, schlechten Service und Unfreundlichkeit wieder zu vergraulen.

Doch trotz allen Ärgers und aller Kosten ist FANFAN! besser denn je. Hier gibt es einige Videoimpressionen des Refits von FANFAN!. Nach über 900 Meilen mit dem Boot kann ich sagen, dass der neue Kiel (Bild hier) die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt hat. Das Boot ist schneller, der Tiefgang geringer und das Steuerverhalten ist besser.

Als
Video habe ich hier ein Interview mit dem Präsidenten des Deutschen Boots- und Schiffbauerverbandes zum Thema Refit bereit gestellt. Ein Interviewvideo mit ein Einhandsegler Johannes Erdmann gibt es hier.

Rund 240 Bilder meiner Weltumsegelung kann man jetzt
hier in einer Bildergalerie anschauen. Meine Lieblingsrubrik "Streiflichter" habe ich erweitert und zum Thema Barometer habe ich mir überaus kompetenten Rat geholt, den man hier nachlesen kann.
 

Aktuell 06-2006 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Wieder auf See...der erste Törn mit FANFAN! liegt hinter mir. In 36 Stunden ging es zusammen mit einem Freund bei bis zu 30 Knoten Wind von Hooksiel via NOK nach Warnemünde. Aufgrund einer exklusiven Mischung aus Nachlässigkeit, Dummheit und Überheblichkeit habe ich das Boot dann auf dem Weg nach Rostock sanft, aber fest auf Grund gesetzt. Freigekommen bin ich nur dank der Schlepphilfe eines anderen Seglers. Die Sache ist letztendlich harmlos verlaufen, doch peinlich ist so etwas allemal. Hoffentlich werde ich nie mehr mit einem „Hier war ich schon oft, da brauche ich keine Karte!“ auf den Lippen irgendwo herumsegeln.

Die Generalüberholung des Bootes ist so gut wie abgeschlossen. Das Ergebnis rechtfertigt meines Erachtens den Aufwand (Foto von FANFAN
! hier (344 Kb)) doch gibt es noch einige kleine, aber umso ärgerlichere Mängel. Die dafür verantwortlichen Firmen werden noch zeigen müssen, ob sie ihr Geld wert waren. Ich werde an dieser Stelle dazu berichten.

Zum Schluss noch einmal ein Hinweis auf mein „
Barometerproblem“ in der Hoffnung, dass mir ein sachkundiger Leser in dieser Frage etwas Nachhilfe erteilt.

Aktuell 05-2006 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Endlich, der Mast ist da...gut ein Jahr nach Beginn der Renovierungsarbeiten ist FANFAN! ins Wasser gekommen. Der neue Mast steht, der Motor läuft, die Elektronik piept. Leider funktioniert noch nicht alles so, wie es soll, aber es ist Licht am Horizont der technischen Unwägbarkeiten zu sehen. Apropos Motor: Im Prospekt eines Lebensmitteldiscounters habe ich die Anzeige für einen Kleinwagen gesehen. Dieses Auto mit rund 50 PS ist fast genau so teuer wie mein neuer 25 PS Bootsdiesel (Auto: 9 Euro pro Kilo; Bootsmotor: 56 Euro pro Kilo). Wer kann mir das erklären?
Eine Fotoserie meines letzten Werftbesuchs gibt es
hier. Bei den Streiflichtern gibt es ein Update u.a. zum Thema Einhandsegeln. Ich bin gespannt, was Volkes Stimme in der dort integrierten Leserbefragung zum Ausdruck bringt.

Aktuell 03-2006 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Groß klicken...einmal mehr habe ich mich Richtung Küste zum Boot aufgemacht. Der jetzige Stand der Arbeiten ist so weit, dass ca. 90% erledigt ist. Antifouling dran, Mast drauf, fertig. Naja, nicht ganz. Die 178 Restarbeiten und die Mängelabarbeitung werden dann wohl noch das ganze Frühjahr in Anspruch nehmen. Immerhin sieht das Boot “fast fertig” aus, wie man vielleicht auf den Fotos hier sehen kann.
Zum Thema Wetter habe ich
hier etwas geschrieben und bei den “Streiflichtern” habe ich wieder einige Nörgeleien hinzugefügt.

Aktuell 01-2006 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Wer braucht mich?gerade überlege ich, was von den Dingen, die ich von Bord geräumt habe (ca. 30 Umzugskartons!), wieder auf das Boot soll. Sachen, die ich während er letzen 65.000 Meilen mit FANFAN! nicht benötigt habe, sollen an Land bleiben (so zumindest mein Vorsatz).
Jetzt musste ich feststellen, dass ich mein schönes Messingbarometer zwar oft benutzt, d.h. abgelesen habe, ich mich aber an keinen einzigen Fall erinnern kann, wo mir dieses Gerät etwas genutzt hat. Nicht eine einzige nautische Entscheidung ist bei mir auf See unter Berücksichtigung der Luftdruckentwicklung gefallen.
Bei Törns, die ich als Mitsegler auf anderen Yachten mit z.T. sehr erfahrenen Skippern gemacht habe, war es nicht anders. Ich kann mich auch hier an keinen Fall erinnern, wo mein jeweiliger Skipper eine nautische Entscheidung auf hoher See von der Barographenkurve abhängig gemacht hat.
Im Südpolarmeer, wo ich mir alle Mühe gegeben habe einen Zusammenhang zwischen Luftdruck- und Windentwicklung herzustellen, musste ich feststellen, dass es zwar typische Wetterverläufe gibt, aber das Wetter anhand der Barographenkurve für mich nicht vorhersagbar war. Und wenn das Barometer fiel, war das schlechte Wetter ohnehin fast zeitgleich da. Ähnliches habe ich auch im Nordatlantik beobachtet.
Kann es sein, dass ein Barometer bzw. ein Barograph eigentlich eine ziemlich überflüssige Sache ist? Warum heißt es aber dann in jedem Lehrbuch, dass ein Barometer an Bord schlicht unentbehrlich ist? In einer Broschüre des Bundesministeriums für Verkehr mit dem Thema “Sicherheit auf dem Wasser” heißt es lapidar: “Im Übrigen kann selbst ein Laie durch Beobachtung des Luftdruckverlaufs Schlüsse üder die Weiterentwicklung des Wetter ziehen: rasche Luftdruckveränderung bedeutet schnelle Wetterveränderung.” Na, prima.
Ich habe versucht mich zu diesem Thema schlau zu lesen. Aber ist die Information, dass ein Luftdruckabfall von mehr als 1 hPa pro Stunde in unseren Breiten auf Starkwind oder Sturm hindeutet wirklich nützlich? Was nützt mir die Information, dass in den Tropen ein "Zacken" in der Barographenkurve auf eine tropische Störung hinweist?
Ähnlich skeptisch sind auch die Autoren von
Wikipedia. Dort ist zum Thema Barometer u.a. zu lesen: "Ein steigender Luftdruck wird dabei als Anzeichen für gutes Wetter und ein fallender Luftdruck als Anzeichen für schlechtes Wetter interpretiert. Da diese Tendenzen jedoch nur in bestimmten Fällen meteorologisch zu rechtfertigen sind und auch Schlechtwetterereignisse mit einem steigenden Luftdruck einher gehen können, stellen diese nur eine sehr grobe "Wettervorhersage" dar."
Ich weiß, dass unter den Trillionen Lesern dieser Seite viele schlaue Köpfe sind. Ich würde  mich freuen, wenn mir jemand mit ein paar Argumenten helfen könnte, damit ich einen Grund habe, mein schönes Barometer wieder an Bord zu nehmen.

PS: Reaktionen und Gedanken zum Thema habe ich hier zusammen gefasst.

Aktuell 12-2005 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Die See gehört mir als Taschenbuchmein jüngster Besuch auf der Werft war vergleichsweise erfreulich . Warum dies so war, kann man vielleicht auf diesen Bildern hier sehen. Es geht voran, die frustrierende Phase, in der man viel Geld dafür ausgibt, dass das Boot immer weiter zerlegt wird und demzufolge immer schlimmer aussieht, ist vorbei.

Rechts ist das Cover des Taschenbuchs zu sehen, das Anfang 2006 von “Die See gehört mir” erscheinen wird. Das Titelbild ist eine Montage, aber im übrigen entspricht das Buch ganz der Hardcoverausgabe, die nach 2 Auflagen nun fast ausverkauft ist. Das Foto von
mir und dem Lysan Albatros ist auf dem Midway Atoll aufgenommen worden. Diese Insel im Nordpazifik war nicht nur der Wendepunkt meiner Reise, sondern auch einer der seltsamsten Orte, die ich je gesehen habe.

Vor kurzem war ich auf dem jährlichen Treffen des
Trans-Ocean Vereins in Cuxhaven.
Dort kann man Menschen treffen, die die Segelei lieben und die aus diesem Grund beneidens- und bewundernswerte Reisen unternommen haben, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Auch für Leute wie mich, die jeder Form von Vereinsmitgliedschaft skeptisch gegenüber stehen, ist dieser Verein eine schöne Plattform Gleichgesinnte zu treffen. Man muss nur etwas suchen, bis man sie in diesem bunten Haufen von Individualisten gefunden hat. Schade nur, dass ich dort schon zu den jüngeren Mitgliedern gehöre. 

Meine
hier vertretene Ansicht, dass eine Yacht mit 3 PS/Tonne ausreichend motorisiert ist , musste ich auf diesem Treffen überdenken. Zwei Segler, mit denen ich dort ins Gespräch gekommen bin, führen ihre Havarien darauf zurück, dass ihre Yachten zu schwach motorisiert waren. Ein Skipper ist am Ankerplatz in der Antarktis von einem Orkan auf den Strand geworfen worden. Der andere Skipper wurde ebenfalls bei Orkan aus einem schützenden Fjord in Grönland heraus auf die offene See getrieben. Dort kenterte seine Yacht durch. Natürlich werde ich mir jetzt nicht doch noch einen stärkeren Motor einbauen lassen, zu denken geben mir solche Geschichten aber schon.

Mehrfach habe ich die Empfehlung gelesen, dass ein Rigg nach 15 Jahren aus Sicherheitsgründen zu wechseln ist. Eine durchschnittliche Yacht segelt in dieser Zeit vielleicht 10.000 bis 15.000 Meilen. Bei FANFAN
! hat das Rigg 20 Jahre und gute 85.000 Meilen gehalten. Der einzige mir bekannte Schaden war ein angebrochenes Fockstag. Habe ich Glück gehabt, oder versucht die Yachtindustrie unter dem Stichwort "Sicherheit" Umsatz zu generieren? Jedenfalls kenne ich eine Reihe anderer Segler, die mit "zu alten" Riggs seit Jahren problemlos unterwegs sind. Wie dem auch sei, FANFAN ! bekommt im Rahmen des Refits auch ein neues Rigg. Und warum mir nur einer von vier Herstellern, mit denen ich wegen eines neuen Mastes Kontakt aufgenommen habe, ein Rigg verkaufen wollte, erzähle ich vielleicht beim nächsten Update.

Aktuell 11-2005 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Es ist nicht alles Gold was glänzt....gerade komme ich von der Werft zurück. FANFAN! hat seit Beginn der Arbeiten im April merkbare, wenn auch weit hinter Plan liegende, Fortschritte gemacht. Das Deck ist gestrahlt, gespachtelt und lackiert, der Rumpf abgebürstet und mit Schriftzügen versehen, der neue Kiel angeschweißt und der neue Motor eingebaut. Fotos hier.

Dennoch wird es noch einige Monate dauern, bis FANFAN! wieder zu Wasser kommt. Auch wenn ich früher schon im Dezember und Januar mit dem Boot auf der Nordsee unterwegs war, habe ich keine Lust, die ersten Schläge mit dem neuen/alten Boot bei Minustemperaturen zu machen.

Um doch noch dieses Jahr zum Segeln zu kommen, habe ich mir einen Regattatrimaran gekauft. Für mich als Einrumpfyachtsegler war dies eine ganz neue Erfahrung. Der Tri erreicht schon bei leichtem Wind enorme Geschwindigkeiten und setzt die kleinste Böe fast augenblicklich in Fahrt um. Einrumpfboote gleicher Größe sind praktisch chancenlos. Da der Tri für einen tumben Fahrtensegler wie mich eine Nummer zu „heiß“ ist, segele ich immer mit dem bekannten Regattaprofi R. Escue zusammen. Ein Bild meines Tris „Butterfly“ gibt es hier, ein Foto des Co-Skippers hier zur Ansicht.

Auf zwei Yachten sind ein Teil meiner Seekarten und einige Ausrüstungsgegenstände gerade in Richtung Karibik unterwegs. Reise Nummer 1 unternimmt ein junger Mann Ende 20 mit zwei Freunden auf der väterlichen Luxusjacht. Reise Nummer 2 ein junger Mann Anfang 20 einhand mit einem für 6.500 Euro bei Ebay ersteigerten Boot. Hätte ich vor 15 Jahren zwischen beiden Reisen wählen können, hätte ich mich wahrscheinlich für Reise Nummer 2 entschieden.

Aus Neuseeland habe ich ein für angehende Einhandsegler hochinteressantes Interview in englisch mit dem Minitransatsegler Chris Sayer mitgebracht, das man sich als wmv Datei hier anschauen kann. 

Aktuell 09-2005 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Der neue Kiel von FANFAN!nun ist es gut ein Jahr her, dass diese Seite aktualisiert wurde und zwei Jahre, dass ich meine Weltumsegelung beendet habe. Seitdem bin ich nicht einen Meter mit einer Yacht gesegelt. Dass mich meine Reise so gründlich vom Seefieber heilen würde, hätte ich nicht für möglich gehalten. Manchmal denke ich, dass das Thema Segeln nach 100.000 Meilen und einigen Jahren des Bordlebens für mich durch ist. Etwas von diesem Gefühl klingt auch in einem Interview an, das ich dem SWR auf SWR3 gegeben habe (hier klicken für ein mp3 File).
Dennoch stand und steht dieses Jahr unter dem Motto “pimp my segelyacht”, d.h. ich habe die Totalrenovierung meines Bootes FANFAN
! in Angriff genommen bzw. in Angriff nehmen lassen. Bis Mitte August sollten die Arbeiten laut Werft abgeschlossen sein. An dem Tag, an dem FANFAN! fertig sein sollte, sah sie so aus. Ich trage es mit Fassung, schließlich habe ich noch nie eine Werft erlebt, die termingerecht fertig geworden ist...

Mein Boot wird nach der Renovierung (hoffentlich) in einem besseren Zustand sein als je zuvor. Wie eine Ironie des Schicksals mutet es daher fast an, dass es derzeit nicht so aussieht, dass FANFAN! wieder einmal drei-, sechs- oder zehntausend Meilen Wasser vor den Bug bekommen wird. Aber Freiheit heißt ja nicht unbedingt, dass man etwas macht, sondern Freiheit entsteht auch durch das Gefühl, dass man könnte, wenn man wollte (die meisten Hochseeyachten werden wohl primär zur Befriedigung dieses Gefühls gekauft).
Inzwischen gibt es einige Sachzwänge, die mich an Land halten und das “Können und Wollen” auf das übliche Maß reduzieren. Einer dieser Sachzwänge ist weiblich, sieben Monate alt und acht Kilo schwer. Statt rosafarbener Kuschelhemden mit Bärchenaufdruck muss das arme Kind im Rahmen eines perfiden väterlichen Konditionierungsprogramms schon Shirts mit FANFAN
! Aufdruck tragen (Foto hier). Spätestens mit 11 Jahren sollte das Kind dann so weit sein, dass ich es einhand über den Atlantik schicken kann...

Über die Renovierung von FANFAN! habe ich hier etwas geschrieben und hier kann man sich einige Bilder dazu anschauen. Die Rubrik Streiflichter ist aktualisiert worden und einen Fernsehbericht über mich von ca. 25 Minuten Länge kann man sich hier anschauen (wmv Format).

Über meine ersten Segelerfahrungen mit dem neuen/alten Boot werde ich hier im kommenden Frühjahr berichten. Und falls das Seefieber dann wieder zuschlagen sollte, werde ich dies hier auch vermelden. Wenn Sie meine Homepage bis dahin zu eigenen Reisen anregt oder Ihnen einen langweiligen Tag im Büro vertreibt, würde mich dies freuen.

Aktuell 09-2004 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Die See gehört mir als DVDnach dem Buch “Die See gehört mir - Allein ans Ende der Welt” gibt es nun die gleichnamige Video-DVD. Zusammen mit der Firma Digital Kick habe ich einen 65 minütigen Film produziert, der die 52.000 Meilen meiner Fahrt reich bebildert. Zudem gibt es noch Zusatzmaterial von ca. 15 Minuten Dauer auf der DVD.

Das Buch ist - zumindest gemessen an meinen Erwartungen im Vorfeld - recht erfolgreich. Sogar der Süddeutschen Zeitung war es einige lobende Worte wert und für einen kurzen Auftritt in der Spiegel Bestsellerliste hat es auch gereicht. Niemand sollte allerdings glauben, dass ich mit Buch und DVD reich werde. Unter finanziellen Gesichtspunkten wäre es sicher lukrativer gewesen, statt um die Welt zu segeln, in Indien für Nike T-Shirts zu nähen. Mehr zu Buch und DVD gibt es
hier. Bestellen kann man die DVD hier.

Leider geht die Kampagne der Springer Presse gegen mich weiter. Hier ein Beispiel für diese entwürdigende Form des Journalismus. Glauben Sie mir: Diese Meldung ist frei erfunden und entbehrt jeder Grundlage! Wie solche Meldungen zustande kommen, kann man hier erfahren. Bitte lesen Sie auch hier unter Streiflichter...

Nach 13 Monaten habe ich die erste Nacht an Bord von FANFAN
! verbracht. Das Boot steht immer noch ohne Mast an Land in Hooksiel (Bild). Es war regnerisch, grau und windig . Meine Selbstdiagnose nach einem Tag an Bord: Das Seefieber ist immer noch nicht zurück aber erste Anflüge sind schon wieder spürbar.

Ein Interview des Münsterland Magazins mit mir kann man
hier lesen (650 Kb).

Mit dieser Meldung sind die Aktualisierungen meiner Homepage daher bis auf weiteres beendet. Das Leben besteht eben nicht nur aus der Segelei (nein, kein Witz) und nun stehen erst mal andere Dinge in meinem Leben auf der Prioritätenliste oben. Aber irgendwann wird es vielleicht eine neue Reise geben und dann werde ich hier davon berichten.

Aktuell 07-2004 / zum Archiv (ältere Meldungen)

Lieber Leser,

Die See gehört mir - Hardcoveres ist soweit. Mein Buch ist da. Fast 300 Seiten dick, 49 Farb- und 15 Schwarzweißfotos, 5 Karten, 22,90 Euro teuer. Nachdem es zuerst unter den Arbeitstiteln “Inseln in Tropensonne, Sturm & Eis” und dann “50.000 Meilen Seefieber” lief, heißt es - den Marketinggenies des Verlages sei Dank - jetzt: “Die See gehört mir - Allein ans Ende der Welt”

Wenn jeder Besucher dieser Homepage nur 50 Bücher kaufen würde, dann ständen die Chancen gut, dass es bald eine neue Reise und ein neues Buch gibt. Also los! Bis dahin (bei realistischer Betrachtung also noch ziemlich lange) gehe ich jeden Tag brav ins Büro...

Eine Video DVD ist in Vorbereitung und wird im Herbst erhältlich sein. Mehr zu Buch und DVD gibt es
hier. In der Ausgabe 16/2004 der Zeitschrift “Yacht” gibt es einen Artikel über meinen Aufenthalt in Grönland.

Das Kapitel Streiflichter ist erweitert worden. Unter
Uwe der Querulant habe ich mich  weit aus dem Fenster gelehnt. Auf Reaktionen bin ich gespannt.
Ein Merkblatt zur astronomischen Navigation im PDF Format habe ich
hier zum Download bereit gestellt (ca. 90KB). Ein Video mit Unterwasser- bzw. Aquariumsaufnahmen, die ich während der Reise gemacht habe, gibt es hier (nur RealPlayer). Einige Fotos meiner Reise mit einem Einbaum in Panama habe ich hier ergänzt und unter Tierparadies Antartkis gibt es eine Auswahl von Bildern meiner ersten Antarktisreise 1995/96. Ein Radiointerview mit mir zum Thema Kap Hoorn gibt es hier als mp3 Datei (3.3 MB, 5 Minuten).Schließlich habe ich noch einen Bildschirmhintergrund im Format 1024x768 Pixel hier zum Download (rechte Maustaste & speichern unter / 137 KB) bereit gestellt.

Leider bin ich das Opfer einer üblen Kampagne der Springer-Presse geworden (
hier ein Ausschnitt, 72 KB). Diese niederträchtige Schlagzeile ist natürlich frei erfunden! Bitte lesen Sie auch hier unter Streiflichter...

Letztes Update: 10.09.2011

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