Liebe Leser,
der Segelsommer ist schon fast vorbei – Zeit für einen kurzen Zwischenbericht.
Den Winter über habe ich das Boot als Ergebnis meiner Erfahrungen beim OSTAR mit kompetenter Hilfe aufgerüstet. Ein ordentlicher elektrischer Autopilot mit Gyrosensor ersetzt nun meinen schwächlichen Pinnenpiloten (die Aries ist
auf den Dachboden gewandert). Der erhöhte Stromverbrauch des Systems wird von einem Windgenerator von Superwind ausgeglichen. Zudem sorgt ein neuer Satz Segel vor allem im Groß für ein paar Quadratmeter mehr Fläche. Zusätzlich wurden die Ruderlager gewechselt und der Dieseltank musste auch gereinigt werden.
Dieses Jahr habe ich an zwei Regatten mit insgesamt fünf Wettfahrten über zusammen ca. 200sm teilgenommen. Die Ergebnisse mit meinem 25 Jahre alten Panzerkreuzer waren erfreulich. Sobald es mit mehr als 4 Beaufort weht und der Wind nicht gerade von vorne kommt, kann FANFAN
! mit modernen GfK
Konstruktionen gut mithalten. So war es z.B. ein äußerst erfreulicher Anblick, als wir nach einem Schwachwindstart bei auffrischendem Wind unter Spi gleich drei 40 Fuß Yachten von Hanseyachts hinter uns lassen konnten. Auch eine X- 38 konnten wir bei halbem Wind auf einer Strecke von gut 60 Meilen abhängen. Nur eben bei Schwachwind (u.a. von einer X 79 überholt) und an der Kreuz (von allem Möglichen,
was unter „Cruiser-Racer“ läuft, geschlagen) blieben die Erfolgserlebnisse aus.
Besonders gefreut hat mich eine Begegnung in Polen, wo ich die Yacht Mazurek der ersten Einhandweltumseglerin getroffen habe.
Auch dank der neuen Segel ist FANFAN! schneller denn je. So habe ich auf einer
Teilstrecke über 45 Minuten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 9.15 Knoten mit dem GPS Tracker ermittelt. Von meinem persönlichen Segelrekord bin ich dabei aber
noch weit entfernt geblieben. Den habe ich auf der Kieler Woche als Gast auf der Rekordyacht l'Hydroptère aufgestellt. Dort bin ich mit 33 Knoten unterwegs gewesen (nachzulesen im Magazin Segeln 8/2010). Schneller werde ich in meinem Leben unter Segeln wohl nicht mehr unterwegs sein.
In diesem Sinne
Uwe Röttgering / August 2010


Letztes Update:31.08.2010